HÖLLENHUND
London Dry Gin

Wir schreiben das Jahr 1356, als das Erdbeben zu Basel am 18. Oktober, dem Lukastag, nicht nur die Stadt, sondern auch weite Teile der Landschaft in arge Mitleidenschaft zog. Praktisch alle Schlösser und Burgen der Umgebung erlitten immensen Schaden oder wurden gar zerstört. So auch die Burg Sternenberg zwischen Flüh und Hofstetten beim bekannten Wallfahrtsort Mariastein.

Zu dieser Zeit lebte der Junker Hermann auf dieser Burg. Er war bekannt für sein grausames, erbarmungsloses Treiben und hatte so manchen Raubmord auf dem Kerbholz. Tief im Keller der Burg bewunderte er jeden Tag seine erbeuteten Schätze, zählte die Goldmünzen und fühlte sich als reichster und glücklichster Mensch auf Erden. So auch am Tag des Erdbebens, an dem es dem Junker endlich an den Kragen gehen sollte. Da stand der Teufel neben ihm und der Sternenberger wollte sich hinter den Goldsäcken vor ihm verstecken. Der Teufel lachte aber nur und sagte: "Ich werde dich schon erhalten, deine Räuberhöhle werde dir zur Hölle und dein Gold zur ewigen Qual."

Noch heute soll Junker Hermann in seiner brennenden Höhle sitzen und das Gold zählen, er wird nicht fertig bis in alle Ewigkeit.

Es soll aber hie und da vorkommen, dass der Teufel den Junker für Augenblicke aus der Höhle herauslässt. Dann irrt er in Gestalt eines grossen, schwarzen Hundes, dem Höllenhund, in der Umgebung seiner früheren Burg herum und muss an all den Orten seiner grausigen Taten den Boden lecken, den er mit dem Blut seiner Opfer getränkt hat. Das aber brennt und ätzt auf seiner Zunge wie Höllenfeuer. Der Teufel sperrt ihn dann wieder in seine Höhle, wo der Junker bis zum heutigen Tag zählen muss.

Es gibt Leute, die den Höllenhund schon gesehen haben, aber man muss ein Sonntagskind sein, sonst sieht man ihn nicht.